Spa-Francorchamps. Allein der Name lässt Rennfahrerherzen höher schlagen. Sieben Kilometer Hochgeschwindigkeitsrausch durch die belgischen Ardennen, legendäre Kurven wie Eau Rouge/Raidillon, Pouhon und die Bus Stop Chicane – und ein Wetter, das sich von einer Stunde zur nächsten dramatisch verändern kann. Der Grand Prix von Belgien am 30. August ist das härteste, spektakulärste und unberechenbarste Rennen des Jahres.
Die Strecke
Der Circuit de Spa-Francorchamps mit seinen 7,004 km ist eine der schnellsten und anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt. Topgeschwindigkeiten von über 320 km/h auf der Kemmel Straight, kombiniert mit langsamen Schikanen und der tückischen Eau Rouge – kein anderer Kurs verlangt so viel von Fahrern und Fahrzeugen gleichzeitig. Die Elevation Changes von fast 100 Metern machen die Aerodynamik-Abstimmung zur Wissenschaft.
Das Wetter – die Wildcard
Der belgische Sommer ist für seine Unberechenbarkeit berüchtigt. Nicht selten scheint in einer Hälfte der Strecke die Sonne, während es in der anderen in Strömen regnet. Diese Mixed-Conditions sind ein Glücksspiel für alle Strategen – und können das Rennergebnis komplett auf den Kopf stellen. Teams, die die Reifenwahl im entscheidenden Moment richtig treffen, können von hinten auf das Podium fahren.
Die Favoriten
Lukas Hartmann gilt als klarer Favorit: Der WM-Leader liebt Spa. Seine Bremseffizienz in der Bus Stop und seine Pace durch Eau Rouge sind überragend. Erik Lindqvist hat Spa zweimal gewonnen und kennt die Strecke wie seine Westentasche – er gilt als gefährlichster Herausforderer. Und dann ist da noch Nico Brandt: Im Regen ist der NordStar-Pilot eine echte Gefahr für alle.
Tipp der Redaktion
Hartmann auf Pole – aber das Rennen bleibt offen. Wenn der Regen kommt, wird es chaotisch und spannend. Brandt auf dem Podium ist keine Überraschung mehr, sondern Erwartung. Und Rossi? Der Römer hat Spa noch nicht gewonnen – aber er redet seit Wochen von nichts anderem.